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Verkehrs-GmbH testet Abbiegeassistenzsystem

Erster Linienbus der Verkehrs-GmbH mit Abbiegeassistenzsystem ausgerüstet

 

Das Abbiegen im Stadtverkehr gehört für Busfahrerinnen und -fahrer im öffentlichen Nahverkehr zu den unangenehmsten täglichen Aufgaben. Zu der Beachtung von Ampeln, querenden und entgegenkommenden Verkehren sowie Beschilderungen kommen seitlich des Busses schwer zu erkennende Fußgänger und Radfahrer hinzu. Diese sind sich ihrerseits meist nicht bewusst, dass der Fahrzeugführer sie möglichweise gar nicht sehen kann, sie sich also im sogenannten Toten Winkel befinden. Um hier Unfälle und unübersichtliche Gefahrensituationen zu vermeiden, entwickeln Hersteller Abbiegeassistenzsysteme, die den Fahrer je nach System optisch, akustisch und/oder taktil informieren, wenn sich ein relevantes Objekt in einer definierten, von einer Kamera mit Weitwinkelobjektiv erfassten Warnzone rechts neben dem Fahrzeug befindet.

Die Verkehrs-GmbH testet nun seit Anfang Februar ein Abbiegeassistenzsystem des regionalen Anbieters ROSHO Automotive Solutions an einem 12 Meter langen MAN City Lion Linienbus, der im  gesamten Stadtgebiet eingesetzt wird.

„Die Hersteller bieten zum Nachrüsten von Fahrzeugen ohne Assistenzsysteme verschiedene Modelle an. Entschieden haben wir uns für  den regionalen Anbieter aus Hannover, die Firma Rosho Automotive Solutions , die das Assistenzsystem an unserem Linienbus 1807 installiert hat“, erläutert Dirk Fischer, Prokurist und Technischer Leiter der  Verkehrs-GmbH. “Wir setzen den Bus täglich auf verschiedenen Buslinien im gesamten Stadtgebiet ein um das System zu testen, Positionen und Einstellungen zu ändern, zu verbessern und die Aussendung der Warnsignale zu steuern“. Hier sei die Rückmeldung der Fahrerinnen und Fahrer von besonderer Bedeutung, um mögliche „Fehlmeldungen“ oder das nicht rechtzeitige Erkennen von Fahrradfahrern oder Passanten zu vermeiden, Erfassungswinkel zu ändern und Reaktionsmöglichkeiten zu optimieren.

 

Zur Bilderfassung:

„Die Kamera des TurnCAM® Systems ist rechts seitlich am Fahrzeug hinter der Linienanzeige angebracht und erfasst in einem rechteckig definierten Feld Objekte, die sich neben dem Fahrzeug schneller bewegen als dieses selbst“, erklärt Holger Schimmels, Geschäftsführer der ROSHO Automotive Solutions GmbH die Funktionsweise. „Bei freier Fläche ist das auf dem Monitor rechteckig angezeigte Sichtfeld grün gerahmt, da sich kein bewegliches Objekt in der Warnzone befindet. Ist aber ein Objekt erfasst, ändert sich die Rahmenfarbe des Identifikationsfeldes auf dem Monitor in Rot als optisches Warnsignal und ein Piepton  ertönt als akustisches Warnsignal. Unter Berücksichtigung einer definierten Reaktionszeit kann der Fahrer das Fahrzeug entsprechend abbremsen bzw. stoppen“, so Schimmels. „Dank einer nun absolvierten Testphase wurde unser Abbiegesystem TurnCAM®, das wir auch in dem Linienbus der Verkehrs-GmbH  verbaut und getestet haben, positiv geprüft und der endgültige Abgleich bzgl. der Anforderungen laut BMVI durch die DEKRA Automobil GmbH positiv bewertet“, sagt Schimmels.

 

Wie geht es weiter?

„Bevor wir eine Entscheidung treffen, alle Fahrzeuge mit Abbiegesystemen nachzurüsten, wollen wir ein solches System natürlich im täglichen Linienverkehr ausgiebig testen und die Erfahrungen unserer Fahrerinnen und Fahrer auswerten“,  sagt Fischer. „Die Kosten für eine Nachrüstung aller Busse unserer Fahrzeugflotte  liegen bei zwei- bis dreihunderttausend Euro. Eine solche Investitionsentscheidung erfordert natürlich eine gründliche Vorbereitung,  die wir mit der vorgestellten Testinstallation erarbeiten wollen“, so Fischer.

 

Neue Fahrzeuge mit Abbiegeassistenzsystem bestellt

 

 „Die in 2019 bestellten 21 neuen Busse der Verkehrs-GmbH werden alle bereits mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgestattet sein, selbst wenn es noch nicht gesetzlich vorgeschrieben ist. Wir sind überzeugt im Sinne der Verkehrssicherheit einerseits aber auch der Stressreduzierung für unser Fahrpersonal mit einem solchen Assistenzsystem zukunftsweisend unterwegs zu sein.“, betont Fischer.  

NDR Fernseh Beitrag

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Jährlich sind im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig GmbH rund 100 Millionen Menschen mit Bus & Bahn unterwegs. Der besondere Vorteil: Sie können im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig GmbH (VRB) alle Nahverkehrsmittel benutzen, ohne einen neuen Fahrschein kaufen zu müssen. Sie betreten zum Beispiel in Edemissen den Bus, steigen in Peine in den Zug um und in Braunschweig in die Stadtbahn – alles mit nur einer VRB-Fahrkarte. Nahverkehrsmittel sind: Bus im Stadt- und Regionalverkehr, Regionalbahn, Regional-Express, Stadtbahn, Anruf-Sammel-Taxi, (AST), Anruf-Linien-Taxi (ALT), Anrufbus in folgenden Gemeinden: Hankenbüttel, Wesendorf, Wittingen, Brome, Boldecker Land, Sassenburg, Gifhorn, Meinersen, Edemissen, Wendeburg, Isenbüttel, Papenteich, Hohenhameln, Peine, Ilsede, Lahstedt, Engelade, Vechelde, Burgdorf, Salzgitter, Braunschweig, Wolfenbüttel, Lehre, Wolfsburg, Velpke, Königslutter am Elm, Grasleben, Helmstedt, Nordelm, Elm, Schöningen, Büddenstedt, Heeseburg, Schöppenstedt, Asse, Sickte, Cremlingen, Oderwald, Cramme, Flöthe, Salzgitter,Baddeckenstedt, Lutter am Barenberge, Liebenburg, Vienenburg, Goslar, Bad Harzburg, Langelsheim, Seesen, Oberharz, Hahnenklee, Torfhaus, Braunlage, St. Andreasberg, Schladen