Aufsichtsrat bestätigt Investitionen in Flotte und Digitalisierung - KVG Braunschweig beschafft weitere 10 Elektrobusse

Einer der drei KVG-Elektrobusse: Hier an der zentralen Haltestelle "Salzgitter-Lebenstedt, Bahnhof".

Der Aufsichtsrat der Kraftverkehrsgesellschaft mbH Braunschweig (KVG) hat in seiner Dezembersitzung den Investitionsplan für das kommende Jahr genehmigt. Damit gab er u. a. grünes Licht für die Beschaffung von 10 Solo-Elektrobussen. Zwei Batteriebusse schreibt die KVG bereits europaweit aus, acht weitere folgen im Jahr 2019. Für diese wird zuvor eine Förderung durch den Bund beantragt. Die Produktionskapazitäten der Hersteller sind hochgradig ausgelastet, weshalb mit einer langen Lieferzeit gerechnet wird. Neben der Fahrzeugbeschaffung sind für 2019 auch weitere Investitionen in die Digitalisierung vorgesehen.

E-Gelenkbusse zu beschaffen ist für die KVG zum derzeitigen Stand wirtschaftlich noch nicht tragbar. Daher werden 2019 auch acht Gelenkbusse mit Euro-6-Dieselmotor gekauft. Diese erfüllen allerhöchste Emissionsanforderungen, denn anders als bei PKW gibt es z. B. keine Stickoxidproblematik. Aus Sicht des Aufsichtsratsvorsitzenden Rolf Stratmann bekennt sich die KVG klar zur Umwelt: „Der neue Investitionsplan bestätigt den eingeschlagenen Modernisierungskurs. Finanziell hat der Dieselmotor zwar derzeit noch die Nase vorn, doch mittelfristig sehen wir keine erkennbare Alternative zu Elektromobilität. Die KVG nimmt ihre klimapolitische Verantwortung ernst. E-Busse tragen spürbar zur Reduzierung von Lärm und Schadstoffen bei. Sie reduzieren den Verbrauch von fossilen Brennstoffen, wodurch der Umweltvorteil des ÖPNV gegenüber dem Individualverkehr weiter wächst.“

Grundlage für den Ausbau der KVG-Elektrobusflotte ist ein im April erfolgter Aufsichtsratsbeschluss auf Basis des positiven Fazits aus dem Projekt Leo (Linienbetrieb mit elektrischen Omnibussen), welches die KVG vor über zwei Jahren startete. Derzeit befördert die KVG Fahrgäste in Salzgitter, Wolfenbüttel und Helmstedt mit drei Elektrobussen. Bis 2023 sollen es 48 Solobusse mit elektrischem Antrieb werden. Das entspricht rund 25 Prozent der Gesamtflotte. Die KVG setzt auf reichweitenstarke E-Busse mit Übernachtladung auf den Betriebshöfen.

Die KVG bietet ihren Fahrgästen bereits seit drei Jahren ein flächendeckendes Echtzeitinformationssystem für alle über 1.000 angefahrenen Haltestellen an. Zukünftig sollen Fahrgäste aller Unternehmen im Verkehrsverbund Region Braunschweig (VRB) von Echtzeitinformationen und einer digital gesteuerten unternehmensübergreifenden Anschlusssicherung profitieren. Daher wird die KVG 2019 im Rahmen des VRB-Echtzeitprojekts in eine Schnittstelle zur Anbindung an die Datendrehscheibe Bremen/Niedersachsen investieren. Diese wird auch eine landesweite Echtzeitintegration ermöglichen.

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Jährlich sind im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig GmbH rund 100 Millionen Menschen mit Bus & Bahn unterwegs. Der besondere Vorteil: Sie können im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Braunschweig GmbH (VRB) alle Nahverkehrsmittel benutzen, ohne einen neuen Fahrschein kaufen zu müssen. Sie betreten zum Beispiel in Edemissen den Bus, steigen in Peine in den Zug um und in Braunschweig in die Stadtbahn – alles mit nur einer VRB-Fahrkarte. Nahverkehrsmittel sind: Bus im Stadt- und Regionalverkehr, Regionalbahn, Regional-Express, Stadtbahn, Anruf-Sammel-Taxi, (AST), Anruf-Linien-Taxi (ALT), Anrufbus in folgenden Gemeinden: Hankenbüttel, Wesendorf, Wittingen, Brome, Boldecker Land, Sassenburg, Gifhorn, Meinersen, Edemissen, Wendeburg, Isenbüttel, Papenteich, Hohenhameln, Peine, Ilsede, Lahstedt, Engelade, Vechelde, Burgdorf, Salzgitter, Braunschweig, Wolfenbüttel, Lehre, Wolfsburg, Velpke, Königslutter am Elm, Grasleben, Helmstedt, Nordelm, Elm, Schöningen, Büddenstedt, Heeseburg, Schöppenstedt, Asse, Sickte, Cremlingen, Oderwald, Cramme, Flöthe, Salzgitter,Baddeckenstedt, Lutter am Barenberge, Liebenburg, Vienenburg, Goslar, Bad Harzburg, Langelsheim, Seesen, Oberharz, Hahnenklee, Torfhaus, Braunlage, St. Andreasberg, Schladen